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Die Chronik unserer Gemeinde

(mit freundlicher Unterstützung von Werner u. Enrico Neunübel)

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Ersterwähnung

Im Juli des Jahres 1256 wird der Name "Reichstädt" erstmals urkundlich erwähnt.Ein gewisser Henricus de Richinstat wird als Zeuge einer Schenkung des Friedrich von Schönburg an die Kirche erwähnt. So ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass eben dieser dem Orte seinen Namen gab. Mehrere Dokumente weisen darauf hin. Das Dorf an sich, ist aus der ehemaligen slawischen Siedlung "Crimazhowe" hervorgegangen, die bereits im Jahre 1140 erstmals urkundlich erwähnt wird.

1140
Erste urkundliche Erwähnung der "Gemeinde" (Crimazhowe), bei der Einweihung der neu erbauten Kirche zu Altkirchenen durch Bischof Udo zu Naumburg.
1400
Die Pfarrei wird im Jahre 1400 gegründet und die erste Kirche aus Steinen gebaut. An ihrer Stelle stand zuvor nur eine kleine, aus Holz gebaute, Kapelle. Vorwiegend kleine Handwerker und Bauern, welche für das hiesige Rittergut tätig waren, lebten in unserem Ort

Gründung der Pfarrei Reichstädt
1541
Der Rittergutsbesitzer Georg von Creutzen erlässt im Jahre 1541 die erste Reichstädter Dorf-ordnung. Sie ist niedergeschrieben im sog. "Schwarzen Reichstädter Gerichts-, Lehn- und Handelsbuch". So wurde unter anderem festgelegt: "Erstlich Sollen sich die Einwohner dieser Dorfschaften mit ihren Weibern, Kindern und Gesinde durcheinander christlich, friedlich und nachbarlich verhalten und keines dem anderen an seinen Ehren oder sonst Bescherung nicht zufügen, bey poen des Herrn Strafe."
1646
Plünderung des Dorfes durch die Schweden, anschließend durch die kaiserlichen Truppen.
1651
Am 15.11. 1651: Unwetter über Reichstädt und Frankenau
1736
Nach teilweisen Abriss und neuen Aufbau unserer Kirche, entsteht sie in ihrem bis jetzt erhaltenen Ansehen in den Jahren 1736 - 1739.
1770
Im Jahre 1770 lässt Herr von Schauroth das alte Rittergut im Hofgarten abreißen und weiter höher gelegen, in der " Schall- Fünf", völlig neu aufbauen. Das eigentliche Herrenhaus wird jedoch nur in einer kostengünstigeren Form, als geplant, erbaut. Von Schauroth hatte sich mit Kauf und Neubau des Rittergutes, finanziell sehr verausgabt. Übrigens erhielt der Ortsteil "Schall Fünf" erst im Nachhinein seinen Namen, aus folgendem Grund: Am Eingang des Rittergutes war eine Glocke angebracht, die jeden Morgen um fünf Uhr geläutet wurde, um die Frohnarbeiter aus dem Dorfe zur Arbeit zu rufen. Aus diesem "Fünf- Uhr- Schellen" wird seit dem, im Volksmund, das Rittergut und die wenigen herumgebauten Tagelöhnerhäuser als "Schall Fünf" bezeichnet.
1756
13.01. Erdbeben, 18.02. Erdbeben in fast ganz Deutschland.
1775
17.12. Der Rittergutverwalter Fridrich Wilhelm Dresser wird in der Nacht durch ein Fenster erschossen. Der Täter wurde nicht ermittelt.
1779
Das alte Pfarrhaus wird abgetragen und wieder neu aufgebaut.
1798
Brand des Gasthauses Bromme.
1825
Im Jahre 1825 wird eine Schule gebaut, in die noch bis zum Jahre 1969 die Kinder zum lernen gehen.
1851
01.08. Reichstädt gehört zur Euphorie Ronneburg, vorher Altenburg.
1861
20.09. Die Windmühle auf dem Bäckereiberg brannte ab.
1862
Renovierung der Kirche und Aufstellen der Orgel.
1877
06.11. Eine Scheune auf dem Rittergut brannte ab.
1881
02.02 Die Windmühle brannte abermals ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
1886
01.10. Erster Spatenstich zum Bau der Bahnlinie Ronneburg- Meuselwitz.
1899
Gemeinde Reichstädt hat 474 Einwohner. Standesamtsbezirk Hartroda.
1914-18
Im ersten Weltkrieg verlieren nicht nur viele Männer aus unserem Ort ihr Leben, auch die Kirchenglocken aus Bronze werden zu Kriegszwecken eingeschmolzen. An die Gefallenen des I. Weltkrieges erinnert ein Denkmal in Frankenau und eine Tafel in der Reichstädter Kirche.
1916
In der Schule Reichstädt gibt es 2 elektrische Lampen.
1921
Der Obstbauverein Reichstädt wird erwähnt. Er wird nach dem Krieg der mitgliederstärkste Verein. Ihm sind die weithin bekannten Feste "Baumblütenfest" im Frühjahr und der "Äppelball" im Herbst zu verdanken.
1922
Der Geflügel- und Kaninchenzüchterverein wird gegründet.
1926
Reichstädt erhält die ersten 4 Telefonanschlüsse.
1945
Der zweite Weltkrieg bringt abermals in diesem Jahrhundert großes Leid in die Familien unseres Ortes. 13.4. Das 304. Infanterie Regiment der 6. Amerikanischen Panzerdivision marschiert, ohne auf Widerstand zu stoßen, in Reichstädt und Frankenau ein. 18.9. Die Familie Reinhardt, als Besitzer des Rittergutes, wird im Zuge der Bodenreform enteignet. Das Land wird auf 17 Neubauern aufgeteilt.
1948
. Im Jahre 1948 wird das Rittergut größtenteils abgerissen. Aufgrund der vielen Flüchtlinge hat Reichstädt 490 und Frankenau 216 Einwohner. Es folgt die, zum Teil mit Zwang, Kollektivierung der Bauern zu den Produktionsgenossenschaften LPG. Der hiesige Bauerstand, den es vor dem Kriege gab, verschwindet. Einzig ein paar wenige Handwerker können noch ihrem Broterwerb, mehr schlecht als recht, nachgehen. So zum Beispiel; ein Schmied, ein Fleischer, ein Schuhmacher, bis noch vor wenigen Jahren ein Tischler und bis zum jetzigen Tage ein Polsterer. In der nach dem Kriege üblichen Weise, wird in gemeinschaftlicher Arbeit eine Gaststätte erbaut.
1952
25.7. Nach der Auflösung der Länder in der DDR kommt Reichstädt zum Bezirk Gera, Kreis Gera Land. 5.9. Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) "Karl Liebknecht" in Reichstädt und "Rosa Luxemburg" in Frankenau.
1955
Eröffnung eines Kindergartens.
1956
360 Einwohner in Reichstädt, 240 in Frankenau
1958
Bau einer Sraßenbeleuchtung.
1966
4 mal täglich fährt ein Linienbus nach Ronneburg
1971

Stillegung der Bahnlinie Ronneburg - Meuselwitz

1.9. Auflösung der Schule.

1975
7.10. Eröffnung einer neu gebauten Konsumverkaufsstelle. Der neu gegründete Dorfklub organisiert seit Ende der siebziger Jahre ein jährliches Dorffest, welches weit und breit bekannt ist. An drei Tagen im Juli, können die Kinder unter anderem mit dem Karussell fahren und die Erwachsenen beim "Hammelkegeln" ein Hammel gewin-nen. Die Jugend vergnügt sich an den Abenden im Festzelt
1980
Bau einer zentralen Wasserleitung.
1984
Reichstädt und Frankenau errichten in Eigeninitiative eine Gemeinschaftsantennenanlage.
1989
In der Reichstädter Kirche finden einige Friedensgebete, unter geringer Beteiligung der Bevölkerung, statt.
1990
1.7. Währungsunion, die D-Mark wird alleiniges Zahlungsmittel 3.10. Wiedervereinigung Deutschlands
1996
Bau der Abwasserleitungen ist abgeschlossen.
1997
Einführung von Straßennamen.
1998

15.7. Einweihung der neuen Kegelbahn

Im Herbst beginnt die Schlämmung des ehemaligen Mühlteiches

2002
Aufnahme in die Förderung der Dorferneuerung in den Jahren 2004 bis 2008
2003

Nachdem nach der Wende das Vereinsleben stark eingeschlafen ist, sich aber unsere Einwohner gern zu einer Feierlichkeit treffen, beschlossen wir, den "Reichstädter Heimatverein e.V." zu gründen.

Kauf eines Grundstückes für die geplante Errichtung eines Gemeindehauses


Wird fortgesetzt !!!

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Kommende Termine

MAI
28

28.05.2012 09:00 - 18:00
Mühlenfest zum 19. Deutschen Mühlentag

JUN
01

01.06.2012 - 03.06.2012
Deutsches Trachtenfest in Altenburg

JUN
30

30.06.2012 10:00 - 17:00
Tag der offenen Tür - Tag der Umwelt

AUG
11

11.08.2012 15:00 - 23:00
Teichfest


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